Hauptversammlung 2020

Am Freitag, 26. Juni 2020 hat der SV Mergelstetten in der Zoeppritzhalle seine 140. Hauptversammlung abgehalten. Streng nach Corona- und Hygienevorschriften wurde die Halle bestuhlt und die Versammlung abgehalten.

Der 1. Vorsitzende Thomas Bassmann eröffnete die Sitzung mit seinem Jahresbericht.

Zunächst ging Bassmann auf die Baumaßnahmen auf den Reutenen ein. Er konnte berichten, dass der erste Bauabschnitt mit dem Bau des Gymnastikraumes und den dazugehörigen Umkleiden abgeschlossen ist und dem Sportbetrieb übergeben wurde.
Von den Sportlern verschiedener Abteilungen, wie Breitensport, Sportakrobatik und Taekwondo gab es nur positive Rückmeldungen.

Der aktuelle Fortschritt beim Sanieren der „großen“ Halle hat sich leicht verzögert, da das Energiekonzept neu überdenkt werden musste, um bestimmte Fördermittel vom KFW-Programm zu erhalten. So wird nun mit einer Luftwärmepumpe, Photovoltaik und einem kleinen Gasbrennwertkessel die Energieversorgung sicher gestellt. Damit ist Effizienz und Nachhaltigkeit für die nächste Generation gesichert.
Mit Bauleiter Ralf Streicher wird nun der Projektplan überarbeitet um zu einem kurzfristigen Endtermin zu kommen.

Mit dem 3. Bauabschnitt, der Geschäftsstelle, wird nun in dieser Woche gestartet und die Bodenplatte gegossen. Damit ist das Vereinszentrum „Light“ auf einem guten Weg.
Thomas Bassmann wies darauf hin, dass dieses Projekt ohne finanzielle Unterstützung nicht zu bewerkstelligen ist und bedankte sich bei der Stadtverwaltung sowie bei Oberbürgermeister Bernhard Ilg, der bei der Hauptversammlung anwesend war und bei den Stadträten für die Unterstützung. Auch der WLSB leistet mit seinen Fördermitteln einen wesentlichen Teil zur Finanzierung.
Mit seinen 1800 Mitgliedern ist es nach 40 Jahren, seit Bau der Reutenenhalle, ein wesentlicher Beitrag, um die Attraktivität des Sportvereins zu steigern sowie nicht nur körperlich fit zu bleiben, sondern auch, um mit der jeweiligen Disziplin im Wettkampf oder Ligabetrieb erfolgreich zu sein.

Dann ging er auf die Unterstützung der Schulen in Mergelstetten durch den SVM ein. Mit über 20 Helfern wird die Schülerbetreuung an der Silcher- und Reutenenschule unterstützt, das Ganze wird von Elke Bassmann koordiniert und er warb für noch mehr Helfer.
Natürlich kam Bassmann nicht an Corona vorbei und wies auf die massive Beeinträchtigung des Sportes hin, der vollständig zum Erliegen kam.
Mit den neuerlichen Erleichterungen durch die Landesregierung läuft nun der Sportbetrieb wieder an. Es sind natürlich finanzielle Einbußen durch die nicht stattfindenden Veranstaltungen hinzunehmen. Dies wären 100 Jahre SVM Fußball mit zwei Festwochenenden sowie die deutsche Meisterschaft der Sportakrobaten, die der SVM ausgetragen hätte. Auch sind Veranstaltungen in naher Zukunft gefährdet oder bereits abgesagt, wie der Mergelstetter Sommer, bei dem sich der SVM beteiligt, das Georg-Mayer-Pokalschießen, die Mergelstetter Tanznacht oder in weiter Zukunft der Silvesterlauf. Das bedeutet neben den Einbußen natürlich auch einen Verlust der Präsenz in der Öffentlichkeit.

Nun ging Thomas Bassmann auf die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins ein und erwähnte das wieder sehr gelungene SVM Sport-Journal, das federführend von Seppi Elbert gestaltet wurde, auch die Pressearbeit im Verein kann sich sehen lassen.
Die SVM Gesamtjugendarbeit unter der Regie von Tanja Eisner hatte wieder zwei Highlights, zum einen der ausverkaufte Kinderfasching sowie der Jugendausflug nach Nesselwang mit Wandern und Sommerrodeln.

Zum Abschluss seiner Ausführungen dankte er allen, die sich in den Verein einbringen und hofft auf weiterhin große Unterstützung.

Der Sportversitzende Jürgen Kinzler eröffnet sonst seinen Bericht normalerweise mit einem Rückblick auf die sportlichen Erfolge des abgelaufenen Jahres, hier wären aus dem Jahr 2019 weiß Gott viele sportliche Highlights zu nennen.
Aber 2020 hat leider schon nach einigen Wochen und mit einer enormen Dynamik eine ganz andere Richtung eingeschlagen, so dass die übliche Routine nicht mehr angebracht ist. Die sportlichen Errungenschaften konnte der Verein noch bei der diesjährigen Sportlerehrung Mitte Januar gebührend feiern. Aufgrund der Tatsache, dass dies alles schon lange Zeit zurückliegt bittet Kinzler um Verständnis, dass er nicht mehr näher auf diesen Part eingeht. Er verwies vielmehr auf das heuer wieder sehr gelungene SVM Sport-Journal; hier können Interessierte in Ruhe nochmals alles Wissenswerte rund um die einzelnen Abteilungen nachlesen.

Die Schwerpunkte des Berichts liegen einerseits auf dem aktuellen Trainingsbetrieb unter Berücksichtigung geltender Corona-Verordnungen, und andererseits den Belegungsplanungen auf den Reutenen. Als Anfang März die Bundesregierung in sehr kurzer Zeit den Lockdown für nahezu alle Lebensbereiche beschloss, konnte sich wohl noch niemand so recht vorstellen, wie beispielsweise Sportvereine mit einer solchen, in dieser Form noch nie da gewesenen Situation umgehen sollten. Aber jede noch so skurrile Ausgangslage bringt neben vielen negativen Aspekten auch immer wieder sehr positive Entwicklungen hervor. Denn nachdem Anfang Mai von der Landesregierung in Stuttgart erste Lockerungen veröffentlicht und die SVM-Abteilungsleiter daraufhin gebeten wurden, sich bezüglich des künftigen Sportbetriebs Gedanken zu machen, da kam plötzlich wieder „Leben in die Bude“. Die allermeisten Abteilungen beschäftigten sich sehr zeitnah mit dem für alle neuen Thema, dem Wiederanlauf des Sportbetriebs unter Berücksichtigung von sportartspezifischen Hygiene- bzw. Trainingskonzepten.
Mit diesem Elan nahmen die Bogenschützen beispielsweise wieder ihren Trainingsbetrieb auf der Anlage auf, die Fitness-Kurse fanden teilweise unter großem Beifall der Teilnehmer auf dem Kunstrasen statt.
Taekwondo, die Ski-Abteilung, gar die Sportakrobatik begaben sich ebenfalls nach draußen und setzten ein „Corona-gerechtes“ Alternativtraining um.
Kinzler wies genau auf diese Aufbruchsstimmung hin, die für uns den Unterschied ausmacht, den Unterschied zwischen Lethargie und Pragmatismus.

Im Namen der gesamten Vorstandschaft sprach er allen Beteiligten seinen ausdrücklichen Dank aus, unkonventionelle Zeiten erfordern eben unkonventionelle Maßnahmen.

Nicht unerwähnt soll aber auch bleiben, dass einige Sportarten bis zum heutigen Tag nicht wieder in den Regelbetrieb einsteigen konnten:
Die Disziplinen Schwimmen, Behindertensport, Volleyball und noch einige weitere Sportarten harren noch immer der Dinge, wann es unter welchen Voraussetzungen auch immer für sie weitergehen kann. Aber genau diesen Abteilungen möchte er Mut machen, die Entwicklung der Lockerungen weiterhin genau zu verfolgen, damit auch dort ein rascher Einstieg, in welcher Form auch immer, ermöglicht werden kann.
Bisher hatte noch jedes, dem SVM-Vorstand vorgelegte Konzept am Ende die Zustimmung erhalten.

Der Sportvorsitzende bedankte sich bei Oberbürgermeister Bernhard Ilg für die konstruktive Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und dort hauptsächlich mit dem Team Sport und Bäder. Man muss sich in diesen Tagen schon bewusst machen, dass die eingeräumten Spielräume für den vereinsbasierten Sport derzeit im Wesentlichen von den Vorgaben der Bundes- bzw. Landesregierungen abhängen, die Kommunen und letztlich auch die Vereine können nur innerhalb dieser Rahmenbedingungen und mit Verantwortungsbewusstsein den Sportbetrieb sukzessive wieder hochfahren.

Kinzler ging zum Schluss seiner Ausführungen auf die Belegung der Sportanlage Reutenen ein.
Ganz klar war hier der Lockdown der letzten Wochen und Monate belegungstechnisch völlig unkritisch für den Verein, da die Halle in dieser Zeit nach den seinerzeit gültigen Verordnungen gar nicht erst betreten werden durfte.
Nachdem die SVM-Fußballer und der AC Milan ab Juli wieder planen, stufenweise den Trainingsbetrieb aufnehmen zu wollen, muss sicherlich auch die Belegung auf den Außenplätzen wieder grundlegend überarbeitet werden. An die davon betroffenen Abteilungsleitungen geht somit heute schon der Appell, zusammen mit den Ressortleitern vor allem die Trainingsplanung vor und nach den Sommerferien gedanklich durchzugehen, damit in der Zeit, in der die SVM-Halle definitiv nicht betreten werden kann, jede geplante Trainingseinheit mit Rücksicht auf sicherlich noch bestehende Corona-Beschränkungen untergebracht werden kann. Der Sportvorsitzende ist sich sicher, dass der letzte große Bauabschnitt mit der bisher schon an den Tag gelegten Solidarität und einer gut funktionierenden Kommunikation gut über die Runden gebracht wird.

Der scheidende Archivar im Vorstand, Werner Schmid, gab eine Übersicht seiner Arbeit in den letzten vier Jahren.
Er hat ein konventionelles Archiv mit Regalen und Ablageboxen in der Geschäftsstelle aufgebaut. Voraus gegangen waren eingehende Überlegungen und Recherchen – dabei erwies sich ein Erfahrungsaustausch mit den Experten unserer Nachbarvereine HSB und TSG Schnaitheim als besonders hilfreich.

Der Fokus galt jedoch von Beginn an einer zukunftsorientierten digitalen Archivierung. Nach Verabschiedung der Datenstruktur und Anschaffung von Datenträgern wurden bzw. werden ab dem Zeitpunkt bis heute sämtliche Vereinsdokumente wie Gesprächsprotokolle, Statistiken, Fotos, Presse-berichte, Präsentationen und weitere Dokumente, historisch von Belang, digital archiviert. Das Datenvolumen beträgt mittlerweile über 54 Gigabyte. Besonders erwähnenswert ist dabei die Archivierung einer Reihe von Chroniken aus der Zeit der Vereinsgründung im Jahre 1879 bis in die späten 60iger Jahre des letzten Jahrhunderts aus dem Fundus unseres verstorbenen Ehrenmitglieds Gerhard Stöckle.

Martin Buck
Martin Buck - stellvertretender Vorsitzender / Finanzvorsitzender

Im Bericht des Finanzvorstandes Martin Buck haben die Ausführungen zum Projekt „Reutenen Sanierung und Erweiterung“ einen großen Platz eingenommen. Die Hauptkasse hat das Vereinsjahr 2019 mit einem Kassenstand von rund 434.556 Euro begonnen und schließt mit einem Stand von 132.302 Euro.
Der Kassenbestand hat sich damit nominal um rund 302.253 Euro verringert. Hintergrund ist die Fertigstellung des Bauabschnitts 1 – also der Anbau des Gymnastikraums samt Umkleide- und Geräteräumen und die ersten Kosten für den Bauabschnitt 2 – die Sanierung der bestehenden Baulichkeiten. Es konnte wie erwähnt der neue Gymnastikraum mit Umkleide-/Geräteräume mit Baukosten von rund 720.000 € abgeschlossen werden. Er wurde vom SVM mit 50% und Zuschüssen der Stadt sowie dem WLSB mit ebenfalls 50% finanziert. Der 2. und 3. Bauabschnitt wird ebenfalls von der Stadt und WLSB mitfinanziert. Für den Eigenanteil des SVM wird ein interessantes KfW-Darlehen für die umfangreichen energetischen Maßnahmen bei der Sanierung mit eingerechnet.

Über die bereits beschlossenen und begonnenen Arbeiten hinaus, lässt sich die Dachsanierung über der Gaststätte nicht länger aufschieben. Unsere Pächter, die Familie Maihofer, mussten bereits mehrfach Wassereinbrüche bei starken Regenfällen verkraften. Wir schätzen die anfallenden Kosten je nach Lösungsweg auf ca. 25-50.000 Euro. Die notwendigen Mittel sind bereits reserviert und in freien Rücklagen verwendbar. Die Hauptversammlung hat diese Maßnahme genehmigt.
Die Jugendkasse hat ihren Bestand erhöht und liegt bei 8.050 Euro. Die Haupteinnahmequelle war wiederum der ausverkaufte SVM-Kinderfasching.

Die Mitgliederentwicklung ist laut Buck ins Stocken geraten und es gab seit Corona keine Neueintritte, so dass der SVM im Moment 1.800 Mitglieder hat. Stärkste Abteilung ist trotz der Aufspaltung nach wie vor die Abteilung Turnen & Fitness mit fast 600 Mitgliedern, gefolgt von der Fußballabteilung mit 471 Mitgliedern.

Der Anteil Frauen liegt weiterhin bei rund 45 %. Der Anteil der unter 18jährigen liegt bei rund 33 %; die über 60jährigen machen 20 % aus; der Anteil der 18-60jährigen liegt bei knapp unter 50 %. Zum Schluss seiner Ausführungen hofft Martin Buck, dass durch die Baumaßnahmen des SV Mergelstetten der Verein attraktiver wird und die Mitgliederzahlen wieder in einen positiven Trend kommen. Am Ende bedankte er sich bei Oberbürgermeister Bernhard Ilg für die großzügige Unterstützung durch die Stadt. Die Kassenprüfer bescheinigten dem „Finanzchef“ eine sehr ordentliche Kassenführung und beantragten die Entlastung.

Die Entlastung wurde dann von Oberbürgermeister Bernhard Ilg vorgenommen, welcher darauf hinwies, dass der SVM ein verlässlicher Partner der Stadt ist. Auch in diesen schwierigen Zeiten sind die Vereine immer nahe an der Bevölkerung. Ilg erwähnte, dass dies die erste Hauptversammlung in diesem Jahr eines Großvereins ist und zeigte sich angetan von der Anerkennung für die Stadtverwaltung. Er machte deutlich, dass die eingeleiteten Maßnahmen der Bundes- und der Landesregierung ein Schritt in die richtige Richtung ist. Durch die sehr gute medizinische Versorgung in Deutschland sieht man auch ein Licht am Ende des Tunnels. Der Rettungsschirm der Regierung tut gut, d.h. sparen und investieren. Auch war er sehr erfreut über den Zuschuss von 600.000 Euro, so dass die Sanierung der Karl-Rau-Halle in Angriff genommen werden kann. Ein weiterer Fortschritt für den Sport war die Eröffnung des Waldbades, natürlich unter bestimmten Corona-Voraussetzungen. Die eigentliche Entlastung fiel dann für den Vorstand einstimmig aus.

Hauptversammlung 2020

Zum Abschluss der Versammlung wurde Archivar Werner Schmid mit einen Geschenk von Thomas Bassmann in den „Ruhestand“ entlassen.

Block – Wahlen

Die Wahlen bei der SVM Hauptversammlung
Den ersten Part der Wahlen, d.h. dem 1. Vorsitzenden, nahm Oberbürgermeister Bernhard Ilg vor. Thomas Bassmann wurde einstimmig für weitere zwei Jahre gewählt.
Die weiteren Wahlen liefen dann unter der Regie des wiedergewählten Thomas Bassmann ab.

Einstimmig gewählt wurden dann:

Sportvorsitzender u. Stellvertr. Vorsitzender:
Protokollführer:
Öffentlichkeitsarbeit:
„Neu“ Digitalisierung:

Bestätigung:
Stellvertr. Jugendleitung:
JugendsprecherIn:

Jürgen Kinzler
Christoph Brosius
Seppi Elbert
Walter Tschernutter

Daniel Burkhardt
Jana Reuter, Jonathan Hackel

Das Amt des Archivars konnte nicht besetzt werden und wird so lange durch Werner Schmid kommissarisch weiter geführt.